In der Buckligen Welt wird Kulinarik als verantwortungsvolles Zusammenspiel von Landwirtschaft und Gastronomie verstanden. Produzent:innen kultivieren Kräuter, Gemüse, Getreide und Fleisch mit Sorgfalt und Respekt vor natürlichen Kreisläufen. In den Küchen der Region werden diese Zutaten mit handwerklichem Anspruch zu Gaumenfreuden zubereitet.
Nicht selten stammen Zutaten für die Gourmetküche aus dem eigenen Küchengarten, wie im Triad. Der zum dreifachen Haubenrestaurant umgebaute Bauernhof ist mit seinem Kräuter-, Gemüse- und Obstgarten ein wichtiger Teil der kulinarischen Landschaft.
Auch das Bucklkistl zeigt, dass Regionalität kein Schlagwort ist, sondern gelebte Praxis. Hier wird Gemüse in enger Abstimmung nach Saison und Bedarf für Haubenrestaurants und Wirt:innen angebaut. Einfacher können Lieferketten nicht sein.
Wer einmal bei der Kräuterwirtin Gerda Stocker in Lembach war, weiß: Hier wächst das Menü direkt vor der Haustür. Auf den umliegenden Wiesen sammelt sie Gänseblümchen, Spitzwegerich oder Löwenzahn. Mit ihrem fast 100 Jahre alten Holzofen werden daraus Gerichte gekocht, die ebenso bodenständig wie besonders sind. Nicht, weil das gerade modern ist - sondern aus Überzeugung und Erfahrung.
Der richtige Grad zwischen regional und weltoffen ist schmal und ihn zu finden braucht Reflektion. Langlebige kulinarische Erinnerungen leben nicht nur vom Heimischen und Altbekannten - es muss auch inspiriert und ausprobiert werden. Wie in der fernöstliche Küche im das Linsberg, wo exotische Gewürzen und internationale Erfahrungen die Speisekarte prägen.
Auch Familienbetrieben, die seit mehreren Generationen geführt werden, gelingt diese Gradwanderung zwischen neu und alt: Sei es das von den jungen Brüdern übernomme und renovierte Restaurant Görg oder das in 5. Generation geführte Hotel Post Hönig.
Bei dieser Eventserie geht es um gute Gespräche bei gutem Essen: Gastgeber:innen laden Persönlichkeiten ein, um über Lieblingsgerichte und Lebensgeschichten zu sprechen - bei einem eigens komponierten Menü. Ob Künstler:in, Sportler:in oder Forscher:in: Das Format lebt vom Austausch auf Augenhöhe.