Ein Wochenende zwischen Feuer, Pfeil und Honigbier
Drei Tage Urlaub in einer anderen Zeit – beim Keltenfestival in Schwarzenbach wird Geschichte nicht erzählt, sondern gelebt. Wer möchte, tauscht Jeans gegen Woll-Tunika, nippt an Honigbier und probiert sich im Schmieden, Töpfern, Trommeln oder Bogenschießen. Pferdegalopp und Dudelsack gehören ebenso zum Festival wie klirrende Schwerter, Gelächter und über dem offenen Feuer gebratene Speisen.
2027 findet das Festival zum 30. Mal statt.
Latha math – Guten Tag auf keltisch
Beim einzigen Keltenfestival in Österreich wird rund um die Sommer-Sonnenwende das Leben gefeiert. Der Höhepunkt ist das riesige Sonnwendfeuer am Samstagabend, begleitet von viel Musik, Tanz und vielleicht einem Krug Honigbier.
Das Keltenfestival lebt von vielen Händen und der Freude daran, gemeinsam Jahr für Jahr etwas Besonderes zu erschaffen. Es ist ein Erlebnis für die ganze Familie.
Bernd Rehberger, Bürgermeister Schwarzenbach
Das Programm
Bogenschießen, Axtwerfen, Feuershows, Schaukämpfe, Keltenspiele – Action gibt es genug. Wer es ruhiger mag, besucht Workshops, trommelt, töpfert oder besucht tierische Freunde im Streichelzoo.
Am Abend wird getanzt, gegessen und gelacht. Über offenem Feuer brutzeln deftige Gerichte, während Folk-Bands für beste Stimmung sorgen. Jährliches Must-See ist das Sonnwendfeuer am Samstagabend - traditionell soll das Feuer das Licht feiern, böse Geister vertreiben und die Fruchtbarkeit der Erde fördern.
Tipp: Mit Vorverkaufsticket geht der Einlass garantiert schneller.
Dass das Festival genau hier stattfindet, ist kein Zufall: Schon im 2. Jahrhundert vor Christus befand sich hier eine der größten keltischen Siedlungen des Ostalpenraums. Die Befestigungsanlage ist sogar noch heute erkennbar. Im archäologischen Freilichtmuseum Schwarzenbach wurden sieben Häuser mit nachgeschmiedeten Original-Werkzeugen in damals üblicher Technik gebaut: zwei Wohnhäuser, ein Handwerkerhaus, ein Speicherbau, eine Töpferhütte, ein Backhaus und ein Stallgebäude. Einen idealen Überblick verschafft der Keltenrundwanderweg in Schwarzenbach.
Bei den im August stattfindenden Keltentagen geht es etwas ruhiger, dafür aber authentischer und wissenschaftlicher zu. Die Kultur der Kelten steht im Vordergrund, verkörpert durch die Reenactment-Gruppe Boii Pannonia, die das Freilichtmuseum in dieser Zeit belebt. Fertigkeiten aus dem Leben vor 3.000 Jahren können erlernt werden, wie Wolle färben, Butter machen, Töpfern und Brotbacken.
Für Gruppen ab 15 Personen, sowie Kindergärten und Schulen, gibt es eigene Programme - ganz nach individueller Vorstellung. Mehrmals jährlich kann auch an fixen Führungen durch das archäologische Freilichtmuseum teilgenommen werden, für die es keine Gruppe braucht.