In Breitenstein am Semmering zeigt sich die Verbindung von Natur und Ingenieurskunst in beeindruckender Klarheit. Hier ist das UNESCO-Welterbe Semmeringbahn, die erste Gebirgsbahn Europas, spürbar. Besonders imposant: das Kalte-Rinne-Viadukt, das größte Bauwerk der Semmeringbahn. Entlang der Bahnlinie öffnen sich immer wieder Blickplätze, die die Geschichte des Semmerings sichtbar machen – vom technischen Pioniergeist bis zu den Grandhotels, die einst die Sommerfrische prägten.
Wer hier unterwegs ist, erlebt Ruhe – fernab der großen Touristenströme. Und wer sich nach einem aussichtsreichen Tag stärken möchte, findet auf der Speckbacherhütte bodenständige Hüttenkulinarik, die man auch mit dem Auto erreicht.
Die Speckbacherhütte auf dem Kreuzberg (1.089 m) ist ein echtes Highlight für Liebhaber von Hüttenschmankerln und Naturerlebnissen. Besonders beeindruckend: Hier wächst Europas wohl größter (131 m²) und ältester (109 Jahre) Rhododendron, der im Mai in voller Blüte steht.
Die Wanderung startet am Bahnhof Breitenstein. Über den Postlersteig geht es gemütlich zur Speckbacherhütte, von dort führt die Runde über die Sommerhöhe zurück zum Ausgangspunkt. Auch für Kinder ist die Tour bestens geeignet – ein Spielplatz wartet direkt bei der Hütte.
Wer die Wanderschuhe lieber zu Hause lässt, kann die Hütte bequem mit dem Auto erreichen. Wer möchte kann auch hier Übernachten und den Sonnenaufgang am Kreuzberg genießen.
Im Ghega Museum kann man das Wirken von Carl Ritter von Ghega, dem Erbauer der Semmeringbahn, auf rund 60 Quadratmetern nachverfolgen. Skizzen, Zeichnungen und historische Dokumente geben Einblick in eine Zeit des Aufbruchs und des technischen Fortschritts.
Ein stiller Ort der Einkehr ist das Gaiskirchlein, eine kleine Kirche im Felsen, die im Jahr 1913 eingeweiht wurde. Sie liegt nicht weit von der Falkensteinhöhle entfernt.
Die Falkensteinerhöhle liegt unweit der Kalte-Rinne-Straße und von Orthof entfernt. Über eine Holzstiege gelangt man hinauf und kann die Höhle betreten – eine Taschenlampe sollte man dafür auf jeden Fall mitnehmen. Wer noch ein bisschen weiter wandert, erreicht in nur 15 Minuten bergauf das Gaiskirchlein.