Auf den Spuren des Weltkulturerbes Semmeringeisenbahn

Die erste Hochgebirgsbahn Europas prägt die Landschaft der Wiener Alpen

Beim Bau der ersten Hochgebirgsbahn Europas waren bis zu 10.000 Männer und Frauen beteiligt. Unter der Führung des leitenden Ingenieurs Carl Ritter von Ghega entstand ein Mammutprojekt, das noch heute Menschen aus aller Welt begeistert.

Die Vorstellung, dass eine Lokomotive den Semmering überqueren kann, sorgte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Kopfschütteln. Die zu geringe Leistung der Lok und die große Steigung sprachen dagegen. Ingenieur Carl Ritter von Ghega beeindruckte das nicht. Er koordinierte von 1848 bis 1854 den Bau der ersten Hochgebirgsbahn Europas: die Semmeringbahn. Heute gibt das Ghega-Museum in Breitenstein Einblick in sein bewegtes Leben. Noch mehr über den Ingenieur erfährt man auf dem Ghega-Rundwanderweg. Er beginnt und endet beim Bahnhof Payerbach-Reichenau, dem meistfrequentierten Bahnhof der Monarchie mit besonderem Flair.

Technisches Meisterwerk

Die Kernstrecke von Gloggnitz nach Mürzzuschlag führt durch 15 Tunnels, über 16 Viadukte und 100 gewölbte Brücken und überwindet dabei 459 Höhenmeter. Vom „20-Schilling-Blick“ am Bahnwanderweg kann man das beeindruckende Viadukt „Kalte Rinne“ sehen. Nur wenige Meter weiter befindet sich die Doppelreiterwarte mit besonderer Perspektive auf die Semmeringbahn. Wer mehr über das UNESCO-Weltkulturerbe erfahren möchte, kann das Informationszentrum Semmeringbahn beim Bahnhof Semmering besuchen.

Weine und Bahngeschichte

Im Vinodukt Payerbach, einer Vinothek im Schwarzatal-Viadukt, erleben die Besucher eine Multimedia Show und können Weine aus den Regionen entlang der Südbahnstrecke verkosten – dafür kann man sich gleich direkt anmelden.

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