Wie aus Holz Kohle wird: das Handwerk der Köhler

In Rohr im Gebirge und im Naturpark Hohe Wand uraltes Köhlerhandwerk erleben

Seit dem 13. Jahrhundert wird in Österreichs Köhlerei-Zentrum Rohr im Gebirge Holzkohle erzeugt. In den Wiener Alpen lässt sich das Traditionshandwerk auch heute noch in vier Betrieben und einer Schauköhlerei erleben.

Es ist eine wahre Kunst, Holz in Kohle zu verwandeln: Zunächst wird ein etwa 13 Meter langer, zwei bis drei Meter hoher wie breiter Holzstoß dicht aufgeschlichtet und in Brand gesetzt. 1 bis 1,5 Stunden nach dem Anzünden entsteht unter weitgehendem Luftabschluss ein Glutstock, es folgt ein vier- bis achtwöchiger Kohlungsprozess, den der Köhler durch gezieltes Aufstechen neuer und Verschließen alter Luftlöcher lenkt und kontrolliert.

Das brennt gut

Traditionell gefertigte Holzkohle ist herkömmlicher Handelsware weit überlegen. Bei den vier Köhlereibetrieben in Rohr im Gebirge ist solche Holzkohle in Handwerks-Qualität erhältlich. Interessierte erhalten nach telefonischer Anmeldung gerne auch Einblick in die jahrhundertealte Handwerkskunst der Köhler.

Kohle von der Hohen Wand

Wie man Holzkohle im Kohlenmeiler auf ganz traditionelle Weise erzeugt, kann man auch in der Schauköhlerei im Naturpark Hohe Wand erleben. Ausgangspunkt des Ausflugs in die für die Region Hohe Wand so wichtige Handwerkstradition ist direkt beim Parkplatz Naturpark-Tiergehege.

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