Wandertouren

Schneeberg & Rax Backstage - Wandertipp für Experten

Vollbild

Höhenprofil

56,95 km Länge

Tourendaten

  • Schwierigkeit: schwierig
  • Strecke: 56,95 km
  • Aufstieg: 2.786 Hm
  • Abstieg: 2.702 Hm
  • Dauer: 19:00 h
  • Niedrigster Punkt: 472 m
  • Höchster Punkt: 1.894 m

Eigenschaften

  • aussichtsreich
  • Geheimtipp
  • Gipfel-Tour
  • Streckentour
  • Einkehrmöglichkeit
  • Bergbahnauf-/-abstieg

Details für: Schneeberg & Rax Backstage - Wandertipp für Experten

Kurzbeschreibung

Anspruchsvolle Mehrtagestour über die Rax und durch das Hölltental bis zum Wanderdorf Puchberg am Schneeberg. Die Wanderung verläuft entlang des Weges am Wiener Alpenbogen beziehungsweise den Regionalen Routen.

Beschreibung

Etwas abseits der Hauptwege verläuft diese Mehrtagestour im Rax-Schneeberggebiet von Payerbach nach Puchberg/Schneeberg. Der erste Wandertag führt am Weg des Wiener Alpenbogens über den Törlweg auf das Otto-Schutzhaus. Einmal quer über die Rax geht es am zweiten Tag zum Habsburghaus und auf der Regionalen Route N hinab nach Naßwald, im Wirtshaus zum Raxkönig wird übernachtet. Eher gemütlich gestaltet sich der dritte Tag auf der Regionalen Route O über das Preintal und Vois zur Edelweißhütte am Fadensteig. Der letzte Tag führt auf der regionalen Route P hinab ins Wanderdorf Puchberg am Schneeberg.

Startpunkt der Tour

Bahnhof Payerbach-Reichenau

Zielpunkt der Tour

Bahnhof Puchberg am Schneeberg

Wegbeschreibung

Angekommen am Bahnhof Payerbach-Reichenau informieren wir uns an der Wanderstarttafel über den Verlauf des Weges am Wiener Alpenbogen. Wir gehen am Busparkplatz vorbei und biegen wenige Meter danach rechts auf den Bahnweg ab. Rechts haltend wandern wir zum Payerbacherhof, queren die Bundesstraße und die Schwarza. Vor der Konditorei Alber biegen wir rechts ab. Vorbei am Pavillon und am Freibad unterqueren wir das Bahnviadukt und folgen dem Geh- und Radweg neben der Schwarza. Am Parkplatz biegen wir rechts ab zur Bundesstraße und begehen diese quer durch das Bergsteigerdorf Reichenau an der Rax. Am Kreisverkehr weiter geradeaus rechts an der Villa Wartholz vorbei. Den Straßenabzweiger nach Prein lassen wir links liegen, biegen jedoch nach wenigen Metern links ab. Vorbei am Seminar-Park-Hotel Hirschwang folgen wir den ersten Wegweisern zum Ottohaus, einer der ausgezeichneten Hütten in den Wiener Alpen. Leicht bergauf gehend wechseln wir links in die Trautenbergstraße und folgen dem Güterweg bergauf. Am Beginn der Sackgasse wechseln wir halblinks auf einen rot markierten Wanderweg und folgen diesem durch dichten Nadelwald zur Wegkreuzung am Ausschüttanger. Hier biegen wir rechts zum Knappenhof ab, gehen am Wiesenweg rechts daran vorbei und folgen der Forststraße weiter bergauf. Wir passieren das Huthaus und folgen den Wegweisern zum Törlweg. Frisches Quellwasser sprudelt aus dem Lammel-Bründl hervor, an welchem wir vorbeiwandern und stetig höher steigen. Der Weg wird steiniger und felsiger, einige Serpentinen führen uns langsam in aussichtsreichere Höhen. Nach einer Rechtskurve erblicken wir das steinerne Törl, links davon thront das Otto-Schutzhaus. Eine Seilsicherung befindet sich am Aufstieg zum Törl. Nach einem langgezogenen Linksbogen über Wiesenwege landen wir auf einem Schotterpfad, welcher uns direkt zum Ottohaus führt. Von der Terrasse aus hat man einen fabelhaften Ausblick.

 

Nach einer erholsamen Nacht queren wir die Terrasse am Ottohaus und folgen dem steinigen Pfad leicht bergauf am Fritz-Benesch-Denkmal vorbei. Der blaue Pfad führt uns Richtung Jakobskogel und Preinerwandkreuz zur Vilma-Haid-Aussicht. Von hier steigen wir einige Höhenmeter steiler bergauf, danach wird der Weg etwas gemächlicher bei großteils grandiosem Ausblick. Ein kurzer Abstecher zum Jakobskogel mit Rundum-Blick lohnt sich ebenfalls. Der Kammweg führt teils steinig, teils erdig zum Preinerwandkreuz. Wir gehen am Schotterweg etwas bergab, erblicken schon das Dach der Neuen Seehütte und biegen an der kommenden Wegkreuzung links zur Seehütte ab. Nach erfrischender Rast an der Seehütte (keine Übernachtung) wählen wir bei der hölzernen Wegweisergabel den Weg Richtung Trinksteinsattel und Habsburghaus. Rot markiert steigen wir etwa 200 Höhenmeter bergwärts und landen am Trinksteinsattel. Zur Linken ist die Bergrettungshütte ersichtlich, welche im Notfall Unterschlupf bietet. Vorbei am Jahnkreuz blicken wir auf das Habsburghaus. Entweder wir statten dem Haus einen Besuch ab oder biegen kurz davor rechst auf den Wanderweg Richtung Schüttersteig ab. Wir steigen den Zikafahnlgraben bergab und folgen an einer Weggabelung im Fichtenwald dem Weg Nr. 45 Richtung Naßbachtal. Wenige Minuten danach überqueren wir den Stögerboden und landen auf einer Forststraße. Dieser folgen wir bei einer Kreuzung in einer Rechtskurve leicht bergauf. Rot markiert wechseln sich anschließend Forststraße und Wiesenwege ab. Wir biegen an der Schütterhütte links ab und wechseln am Ende der Forststraße (Umkehrplatz) auf den schmalen Schüttersteig. Schmale Querungen kennzeichnen den Weg im oberen Teil, ab und zu erhaschen wir Ausblicke ins Naßbachtal. Wir folgen dem Wanderweg hinab ins Naßbachtal und folgen nun der Straße neben dem Bach nach Naßwald. Im Wirtshaus zum Raxkönig finden wir einen Platz für die Nacht (Montag, Dienstag Ruhetag).

 

Am dritten Tag folgen wir vorerst der Straße weiter nach Reithof, verlassen die Straße vor einer Brücke aber halblinks in eine Sackgasse bei einem Betriebsgelände. Zur Linken kann das Hubmer-Grab besichtigt werden, bezugnehmend auf die beiden Gründer des Ortes Naßwald Johann und Georg Hubmer. Wir wandern am kleinen Wasserkraftwerk vorbei auf eine Privatstraße und landen über eine Holzbrücke gehend an einer Schotterstraße. Dieser folgen wir im rauschenden Preinbachtal bergauf ins Preintal. Markierungen und Wegweiser weisen uns auch den Weg nach Mariazell. Mariazell lassen wir dann aber doch links liegen und biegen an der Asphaltstraße im Preintal rechts Richtung Schwarzau ab. Wir wandern die Straße bergauf am Mitterhof (Nächtigungsmöglichkeit) vorbei zum Gehöft Eckbauer und einer Kapelle. Ab hier geht es weiter auf der Straße bergab nach Schwarzau im Gebirge. Vorbei am Bacherlwirt (Einkehr, Nächtigung) spazieren wir entlang dem Bachkanal zur Schwarza. Wir biegen vor der Brücke rechts auf einen Karrenweg ab. Nach etwa zehn Minuten queren wir die Schwarza über eine Holzbrücke. Wir gehen kurz rechts entlang der Bundesstraße und biegen nach 200 Metern bei einer Bushaltestelle und Kapelle links auf eine Forststraße ab. Fünfzehn Minuten später zweigt geradeaus eine Forststraße ab, wir gehen jedoch in der Linkskehre der erst später markierten Forststraße weiter. Wir steigen bergan zu einer kleinen Almfläche, bestaunen ein Naturdenkmal und können am Heidelbeerplatz eine kurze Rast einlegen. Einem Trampelpfad folgen wir Richtung Vois, gehen in weiterer Folge eine Schotterstraße bergab und biegen 50 Meter nach einer Linkskehre rechts auf eine Weide ab. Wir gehen den Wiesenweg hinab ins Voistal. Der Straße im Voistal folgen wir für 45 Minuten zum Wegscheidhof mit Rastplatz und Infotafel. Hier wechseln wir auf den rot markierten Wanderweg in Richtung Edelweißhütte. Anfänglich steigen wir durch lichten Wald bergauf und gut markiert zur Putzkapelle und folgen der Schotterstraße. Bei einer sanften Linkskurve der Schotterstraße zweigt rechts ein steiler Waldweg ab. Dem Wegverlauf des Piestingtaler Rundwanderweges 231 folgen wir durch dichten Laubwald bergauf durch einen Wassergraben und auf steilen Schotterwegen. Wir wandern aus dem Wald, überqueren saftige Almböden und folgen den Wegen am steilen Wiesenhang bergauf zur Edelweißhütte am Fadensattel.

 

Von der Edelweißhütte gehen wir die Schotterstraße Richtung Almreserlhaus weiter, biegen auf halber Strecke am Fadensattel vom Weg am Wiener Alpenbogen rechts weg und begehen die Regionale Route P hinab nach Puchberg am Schneeberg. Wir besteigen den Weidenübergang und folgen dem gelb markierten Weg bergab. Der Waldweg führt uns an einem Aussichtsbankerl vorbei zu einer Piste, welcher wir kurzzeitig bergab folgen und bald wieder auf Waldwegen weiter hinab steigen. Vorbei an der Talstation der Sesselbahn wandern wir die Straße bergab und biegen beim Gschaiderhof links ab. Vorbei am Hof wechseln wir kurz danach rechts auf den blau markierten Wanderweg auf der linken Seite des Grabens. Der Weg führt wieder auf die Straße.

Wir wandern unterhalb der Ruine Losenheim vorbei, überqueren den Losenheimer Bach und biegen kurz danach links auf einen Karrenweg Richtung Puchberg ab. Der gelb markierte Weg führt uns vorbei an einem Gehöft über den Sebastianbach zu einer Straße, an welcher wir rechts abbiegen. Wir gehen an der Hauptstraße weiter, verlassen diese aber bei einer Rechtskurve geradewegs auf eine schmälere Straße. Wir folgen dem Straßenverlauf, biegen bei einer Trafostation rechts nach Puchberg ab und erblicken hier die roten Markierungen des Burgenländischen Mariazellerweges. Dem Weg folgen wir weiter nach Puchberg.

In der Siedlung Mittering biegen wir beim Haus Nr. 47 links in den Größenbergweg ab. Abwechselnd auf Güterwegen und Karrenwegen wandern wir zu einer Weide, welche wir rechts haltend durchqueren und am Römerweg weiter in Richtung Bahnhof gehen. Fast am Ende des Römerweges biegen wir rechts in den Paradiesweg ab. Vor dem Kurhotel Wanzenböck wechseln wir links in den Siebertweg und erreichen den Bahnhof Puchberg. Auf die andere Seite gelangen wir entweder zur Linken über die Bahnüberführung an der Bundesstraße oder zur Rechten über den schmalen Übergang bei der Schneebergbahn.

Anfahrt

Von Wien auf der A2/ Von Graz auf der S6 kommend bei Ausfahrt Gloggnitz die Autobahn verlassen. Weiter über die B27 der Beschilderung nach Payerbach/Reichenau folgen.

Parken

Parkplätze beim Bahnhof vorhanden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Fahren Sie mit dem Zug, beispielsweise über Wiener Neustadt, zum Bahnhof Payerbach-Reichenau.

Mehr Infos unter: www.oebb.at

Weitere Infos / Links

Wiener Alpen in Niederösterreich, www.wieneralpen.at, +43 / 2622 / 78960
Tourismusbüro Reichenau an der Rax, www.reichenau.at, +43 / 2666 / 52206 25

Tourismusbüro Puchberg am Schneeberg, www.puchberg.at, +43 / 2636 / 2256

Hier erhalten Sie auch die kostenlosen Wanderblätter zu Ihrer Tour. Die Tourenblätter geben einen Überblick über die Strecke und informieren Sie über Einkehrmöglichkeiten. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nicht um eine richtige Wanderkarte handelt.

www.wieneralpen.at/wanderweg

Ausrüstung

Berggerechte Ausrüstung unbedingt erforderlich!

Bitte beachten Sie, dass diese Tour in hochalpines Gelände führt. Nehmen Sie immer geeignete Landkarten mit. Ziehen Sie der Tour angepasste, feste Schuhe an, nehmen Sie Sonnen- und Regenschutz mit sowie Wasser und eine Kleinigkeit zu essen. Nehmen Sie Ihr Mobiltelefon mit und speichern Sie die Notfallnummer der Bergrettung ein: 140

Sicherheitshinweise

Sicher am Berg unterwegs

Ihre Wanderungen in den Wiener Alpen sollen ein rundum schönes und sicheres Erlebnis werden. Bitte beachten Sie daher Folgendes:

Vorbereitung

Vergewissern Sie sich bei der Wahl der Route, ob sie Ihrer Bergerfahrung und Ihrer Kondition entspricht. Informieren Sie sich vorab über den Wetterbericht. Das Wetter kann im Gebirge überraschend rasch umschlagen. Gehen Sie daher immer dementsprechend ausgerüstet los (z. B. Regenschutz).

Prüfen Sie, ob die Hütten und Jausenstationen, die Sie unterwegs besuchen wollen, geöffnet haben. Informieren Sie jemanden über die Wahl der Route und Ihre geplante Rückkunft, bevor Sie losgehen.

Karte

Freytag & Berndt WK 022

Tipp des Autors

Tag 1: Anreise mit dem Zug am Vormittag. Alternativ besteht auch die Möglichkeit mit der Rax-Seilbahn von Hirschwang aus auf das Plateau zu gelangen und von der Bergstation zu Fuß zum Otto-Schutzhaus zu wandern. Wissenswertes über die alpine Flora erfährt man im Alpengarten unweit des Ottohauses.

 

 Tag 2: Zwischenstopp im Habsburghaus, Sichtungen von Alpensalamandern sind bei feuchtem Wetter keine Seltenheit. Übernachtung im Wirtshaus Zum Raxkönig in Naßwald.

 

 Tag 3: Einkehrmöglichkeit beim Bacherlwirt in Schwarzau, sonst keine Gaststätten bis zur Edelweißhütte direkt am Weg.

 

 Tag 4: Kurze Wanderung nach Puchberg/Schneeberg. Einkehr im Forellenhof oder Abstecher zum Wasserfallwirt nahe dem Sebastianwasserfall empfehlenswert. Heimreise mit dem Zug von Puchberg am Schneeberg.